Leipziger Volkszeitung
25.11.2006Wir sind Indie, was seid ihr?
Warum sich sieben Leipziger Bands für einen Sampler und eine Konzertreihe zusammentun
Wenn heute Abend im Volkshaus der Electro-Crossover-Pop des Ein-Mann-Projekts Acid, Milch und Honig auf die kraftvolle Gitarrenmusik der Downtown Psychedelics trifft, dann ist das kein Versehen. Warum zwischen Genres trennen, die bei den meisten Leuten sowieso vereint im Plattenregal stehen? Solche Grenzen sollen denn auch mit der im Volkshaus ihren Anfang nehmenden Konzertreihe "Who put the L in Leipzig." und dem gleichnamigen Sampler überwunden werden.
Im weitesten Sinne sind die sieben vertretenen Bands zwar irgendwie im Indie-Sektor beheimatet, trotzdem reicht die Spanne vom Singer/Songwriter Peter Piek and the Colors über den experimentellen Synthie-Pop des Brockdorff Klang Labor bis zum wilden Electro-Clash von Mirz Brün. Dadurch ist der Sampler auch eine kleine Werkschau aufstrebender Leipziger Bands, mehr oder weniger kurz vor dem großen Durchbruch. Ganz exklusiv sind die insgesamt 14 Titel nicht, die meisten wurden bereits auf eigenen Platten oder im Internet veröffentlicht. "Wir wollten einfach von jedem die beiden besten Songs", erklärt Peter Piek. Der 25-jährige HGB-Student gehört zusammen mit den krachigen New-Wave-Poppern von Woodruff and the Snibble of Azimuth zu den Initiatoren des "Who put the L"-Samplers.
Die Idee dazu schwirrt bereits seit über einem Jahr durch die Leipziger Szenelandschaft. Bei der Pop-Up-Messe wurden im Mai erste Promo-Exemplare verteilt. Im Sommer gelang es endlich, die viel beschäftigten Künstler zu einer gemeinsamen Foto-Session am Leipzig-Connewitzer Ortseingangsschild zu versammeln. Nachdem dann auch die Guerilla-Rock'n'Roller von Pepe Mula ihre Aufnahmen eingespielt hatten, steht das Erscheinen des Samplers - auf dem Mad-X-Ray-Label Palmo Music - nun kurz bevor.
Da sich Peter Piek auch als Maler durch den Kunstbetrieb schlägt, weiß er darum, wie wichtig auf diesem Gebiet Kontakte und Beziehungen sind. Deshalb würde er den Netzwerkgedanken gern noch ausbauen, die CD soll nur ein erster Schritt sein. Der zweite ist die vierteilige Konzertreihe, die heute beginnt. "Dabei ist das Netzwerk nicht abgeschlossen, es können gern noch weitere Bands hinzustoßen. Nur all zu beliebig soll es nicht werden - also keine zweite Band Community."
Den gegenseitigen Austausch schätzt Andi Kreißler von Acid, Milch und Honig ebenfalls. "Es ist schade, dass die meisten Leute so alleine vor sich hin werkeln", so der 27-Jährige. Klar mache am Ende jeder so sein eigenes Ding, aber man sollte sich schon kennen und respektieren. Das betont auch Peter Piek: "Brockdorff Klang Labor oder Mirz Brün etwa treffen zwar nicht meinen persönlichen Geschmack, aber ich finde ihre Musik auf jeden Fall gut und innovativ."
Ob die verschiedenen Stile auch auf der Bühne miteinander harmonieren, bleibe der Einschätzung des Publikums überlassen, meint Downtown-Psychedelics-Schlagzeuger Steven Schröter. Für Orientierung sorgt hoffentlich Slam-Poet Julius Fischer als Moderator. Weitere Konzerte folgen in den nächsten drei Monaten in Ilses Erika [sic!], Villa Sieskind [sic!] und Nato. Dann vielleicht auch mit außerhalb Leipzigs beheimateten Überraschungsgästen. Schließlich will man ja nicht unbedingt gleich als provinziell verschrieen werden, nur weil man das "l" in Leipzig geputtet hat...
von Frank Schubert
KREUZER Dezember 2006
Kör global, kauf lokal
Fan-Projekt mit Eigennutz: "Who Put The L In Leipzig"
Auf die Frage "Welche Leipziger Band fällt dir spontan ein?" folgt meistens "Die Prinzen" - oder eine unangenehme Stille. Genau dort liegt das Problem vieler lokaler Musiker. Man kennt sie einfach nicht. Bestenfalls gibt es ein kleines Grüppchen an Fans - aber das beschränkt sich dann schon wieder stark auf die jeweiligen Genre-Liebhaber. Ein neuer Sampler soll dem jetzt entgegenwirken: "Who Put The L In Leipzig". Zusammengestellt von einem der die Situation genau kennt: Christian Barden ist eigentlich Gitarrist bei den Leipzigern Woodruff and the Snibble of Azimuth. "Mir geht es darum, alle verschiedenen Musikstile aus Leipzig ein bisschen zu vernetzen, damit man auch mal die Fans von anderen Gruppen erreichen kann. Und da habe ich einfach die Leute angesprochen, die ich selber gut fand. Man könnte den Sampler also auch als eine Art Fan-Projekt von mir bezeichnen." Sieben Bands sind auf der CD gelandet, jede ist mit zwei Songs vertreten. Natürlich ist Woodruff mit dabei, um Leipziger Indie-Rock zu präsentieren, schließlich soll auch die eigene Band etwas profitieren. Dazu kommen so unterschiedliche Musiker wie die wirklich rockigen The Downtown Psychedelics, Elektro-Popper wie Acid.Milch&Honig oder Brockdorff Klang Labor. Brockdorff-Mitglied Sergej Klang sieht die Idee dann auch als "Enthusiasten-Projekt von Leuten, die das mal selber in die Hand nehmen. Das Schöne ist, dass sich jeder einbringt, der eine macht das Foto, der andere das Cover, es ist auf jeden Fall auch eine Art Gemeinschaftsprojekt. Eigentlich kann man es sich als Musiker in Leipzig gar nicht leisten, sich einzuigeln. Da ist es auf jeden Fall gut, dass die Künstler jetzt mal zusammenarbeiten." Das Ergebnis soll den potentiellen Anhängern in den nächsten Monaten in einer Reihe von Konzerten vorgestellt werden, das erste fand bereits Ende November im Volkshaus statt. Auf den Konzerten wird es den Sampler dann auch zu kaufen geben.
von Axel Rahmlow
MDR Sputnik - Interview:
http://www.podcast.de/sendung/275060/MDR_SPUTNIK_Soundcheck_vom_19.12.2006
Intro.de Heimspiel-Ticker 05.06.07
http://www.intro.de/news/newsticker/23041527
Die Zügel fahren lassen
::: Aus Leipzig kommt ein kleiner aber feiner Sampler mit sieben Bands aus der Stadt. Er heißt 'Who Put The L In Leipzig' und kann mit Beiträgen von einer ganzen Menge Bands mit lustigen Namen punkten. Da wären dann das Brockdorff Klang Labor, die irgendwo zwischen NDW, Eurotechno und Elektropop mit deutschen Texten taumeln oder Woodruff And The Snibble Of Azimuth, deren Durchgeknalltheit sich zum Glück auf den Namen beschränkt. W&TSOA's Musik sagt Indie und sie sagt Rock, den aber auch wirklich groß geschrieben. Die Verschrobenheiten auf diesem Sampler nehmen jedenfalls kein Ende und das ist auch gut so.
.: www.records.twelve.de :.
Visions 07/07
Szenereport Leipzig
[...] WHO PUT THE L IN LEIPZIG?
Kürzlich hat sich ein [sic] "Who Put The L In Leipzig?" genannter Musikerverbund mit der Veröffentlichung einer gleichnamigen Compilation hervorgetan. Hierbei handelt es sich nicht nur um eine genre- und szeneübergreifende Mischung diverser Spielrichtungen, die vom Indierock eines Peter Piek oder der Downtown Psychedelics bis hin zum Electroclash von Mirz Brün reicht. Diese Cd stellt den ersten Versuch dar, die anfangs erwähnten Berührungsängste untereinander abzubauen und erste übergreifende Strukturen zu schaffen. Wie meinte Sergej von BKL so treffend: "Hier sind die Szenen recht aufgesplittet und arbeiten für sich. Die Kunst ist es, sich zu öffnen und zu kooperieren." Recht hat er.
von Sven Hartig
Leipziger Volkszeitung 29.06.2007
"Hier geht definitiv mehr"
Christian Barden und Thomas Stötzner über die Leipziger Bandszene und den Sampler, der heute im Ilses Erika gefeiert wird
Es war keine ganz einfache Geburt, länger als neun Monate hat es auch gedauert. Doch nun ist er endlich da, der Sampler "Who put the L in Leipzig" von und mit sieben Bands der Indie-Szene der Stadt. Welche Hürden es auf dem Weg dahin zu überwinden gab und wie das freudige Ereignis heute bei der Record-Release-Party im Tanzcafé Ilses Erika gefeiert wird, darüber hat sich Frank Schubert mit den Sampler-Initiatoren Thomas Stötzner und Christian Barden von der mittlerweile aufgelösten Band Woodruff and the Snibble of Azimuth unterhalten.
Interview
Frage: Mal ehrlich, warum gibt es den Sampler erst jetzt, zum Abschluss der Konzertreihe?
Thomas Stötzner: Eigentlich sollte alles natürlich viel schneller gehen. Wir haben uns bereits Anfang letzten Jahres erstmals getroffen, im Mai 2006 wollten wir alles unter Dach und Fach haben und im Sommer 2006 den Sampler rausbringen.
Klingt als Plan ganz gut...
Christian Barden: Wir hatten keine Ahnung, wie man so was richtig anstellt. Das war für uns auch ein Lernprozess. Anfangs wollten wir alles richtig schön basisdemokratisch regeln, aber das hat halt nicht so geklappt. Ab November hatten wir noch mit der Partyreihe zu tun, die wir gleichzeitig organisiert haben.
Und dann musstet ihr die Leute immer weiter vertrösten?
Stötzner: Irgendwann war klar, dass der Sampler eher so eine Art Retrospektive auf die Konzertreihe wird. Wir hatten uns zwischendurch auch noch andere Deadlines gesetzt, etwa für die Party in der Nato im Februar. Da waren wir schon enttäuscht, dass das nicht geklappt hat.
Barden: Es lag einfach am Geld fürs Presswerk. Weil ein paar Bands nichts dafür zurückgelegt hatten, mussten wir warten, bis wir es durch die Veranstaltungsreihe rein hatten. Das war auch der Punkt, an dem wir sagten, dass das mit der Basisdemokratie nicht so ganz funktioniert. Dadurch haben wir gelernt, dass man irgendwann ein paar Entscheidungen allein treffen muss.
Warum habt ihr euch den ganzen Stress überhaupt angetan? Warum braucht Leipzig eurer Meinung nach so einen Sampler?
Barden: Die Szene hier ist ja eher überschaubar, und somit kann ein Sampler einen groben Überblick schaffen. So etwas wäre in Berlin gar nicht möglich. Eine weitere Besonderheit ist, dass von Leipziger Bands bisher so wenig nach außen dringt. Das können wir nicht richtig nachvollziehen.
Stötzner: Dass wir mit Woodruff and the Snibble of Azimuth im letzten Jahr bei lediglich 20 Konzerten bundesweit vor insgesamt 8000 Leuten aufgetreten sind, ist ja auch nicht bis nach Leipzig durchgedrungen. Eine Motivation für den Sampler war also die Erkenntnis: Hier geht definitiv mehr!
Barden: Und mit der Veranstaltungsreihe wollten wir den Bands eine Plattform geben, auf der sie mal mehr Leute erreichen können. Weil wir gemerkt haben, dass hier oft auch bei guten Gruppen nicht so viel geht, wie anderswo. Das hat auch ganz gut geklappt. Bei den bisher fünf Konzerten kamen meist so um die 100 bis 150 Besucher.
Eure eigene Band gibt es gar nicht mehr, auch die Songs auf dem Sampler sind nicht mehr taufrisch. Habt ihr keine Bedenken, dass sich nun niemand mehr dafür interessiert?
Stötzner: Es geht einfach darum zu zeigen: Hey, hier gibt es ein paar gute Bands, die machen Musik, die haben etwas miteinander zu tun. Das ist jetzt mal auf einer CD festgehalten. Und längst nicht alle haben schon wieder neues Material vorliegen, gerade bei den Rockbands dauert das doch etwas länger. Anders ist das bei den kleinen Electro-Acts, die produzieren in einem Jahr manchmal zwei Alben. Das Leipziger Elektro-Pop-Netzwerk East German International (EGI) hat gerade auch einen Sampler rausgebracht, der ist in dieser Hinsicht sicher etwas frischer.
Gibt es denn überhaupt eine einheitliche Indie-Szene? Haben sich auch Fans der einzelnen Bands bei den Konzerten gut miteinander verstanden?
Barden: Wir waren immer der Ansicht, dass es bei den Who-put-the-L-Bands eine Schnittmenge gibt, auch wenn vielleicht nicht jedem alles gefällt.
Stötzner: Das spricht ja gerade für den Sampler, dass wir es doch geschafft haben, da eine breite Fächerung reinzubringen. Bei den Konzerten hat sich das schon relativ bunt gemischt.
Seid ihr euch durch den Sampler und die gemeinsamen Konzerte auch als Künstler näher gekommen?
Stötzner: Also einige Bands ziehen weiter ihr Ding durch. Dann gibt es aber Leute wie Sergej Klang, die sich sehr für das Projekt begeistern. Die sind auch immer bei den Partys dabei, legen auf und freuen sich einfach darauf. Von daher war die Konzertreihe eine kleine Kennenlerngeschichte, zumindest für einen Teil der Bands. Und dadurch ergeben sich dann mitunter wieder andere Sachen.
Warum treten zur Record-Release-Party nur Gruppen auf, die gar nicht auf dem Sampler vertreten sind?
Barden: The PLectrons sind einfach eine tolle Band, die wir sicher mit auf den Sampler hätten nehmen können. Nur gab es von ihnen zu diesem Zeitpunkt keine guten Aufnahmen.
Stötzner: Bei Marie & The Testicules handelt es sich um ein altes Seitenprojekt von mir und André von Acid, Milch & Honig, der ganz am Anfang auch mal bei Woodruff and the Snibble of Azimuth Schlagzeug gespielt hat. Ansonsten sind bis auf Pepe Mula alle Who-put-the-L-Bands im Rahmen der Konzertreihe bereits aufgetreten. Und Pepe Mula, die lange nach einem neuen Bassisten gesucht haben, werden voraussichtlich im Juli beim ersten First-Date-Konzert dabei sein, das wir mit den EGI-Leuten organisieren.
Die Lust an solchen Projekten ist euch also noch nicht vergangen?
Barden: Wir sind dessen auf jeden Fall nicht überdrüssig geworden, sondern spinnen weiter an neuen Konzepten. Dabei ist die Musik aber nur ein Teil der Szene. "Who put the L in Leipzig" ist in verschiedene Richtungen ausbaufähig.
Stötzner: Die nächsten Veranstaltungen werden definitiv in Zusammenarbeit mit East German International laufen, die ja bei ihrem Sampler ähnliche Erfahrungen wie wir gemacht haben. Uns wird über den Sommer sicher noch jede Menge einfallen, da gibt es schon so viele Gedanken. Man muss nur sehen, was Sinn ergibt.
von Frank Schubert
Leipziger Volkszeitung 29.06.2007
Pluckernd, schmissig, hintersinnig
"Who put the L in Leipzig" demonstriert die Vielfalt der Indie-Szene der Stadt
"Wir sind keine Kinder mehr und haben uns daher entschlossen: Bevor alles grau bleibt, schnappen wir uns selbst die Farben und helfen nach!", heißt es in der kurzen programmatischen Erklärung zum jetzt bei Palmo Music erschienenen Sampler "Who put the L in Leipzig". Dazu passen die schrillen Farben, in denen der eigentlich eher triste Ortseingang auf dem Cover erstrahlt. Dass Leipzig auch über eine vielfältige, bunte Musikszene verfügt, das beweisen darauf sieben doch sehr verschiedene Bands mit insgesamt 14 Songs.
Von der locker vor sich hin pluckernden Brockdorff-Klang-Labor-Hymne "Wenn du willst" bis zum träumerisch-schrägen "Underwater Death Song" von Peter Piek and the Colors lässt sich die CD erstaunlich gut durchhören. Und das, obwohl es natürlich ein großer Sprung ist von den großen Rockgesten der Downtown Psychedelics ("The Likes Of Me") oder Pepe Mulas ("The Great Escape") hin zu den wild zusammengestückelten, beatlastigen Soundfetzen bei "Easy Rider" und "Sie Haben" von Mirz Brün. Dass Electro-Pop auch ganz anders klingen kann, beweist das Ein-Mann-Projekt Acid, Milch & Honig mit (un)ruhigen Songperlen wie "Vermisst", wo es so schön wie hintersinnig heißt: "Ich glaub' an die Fassade, was dahinter ist, glaub' ich nicht - bis sie bricht".
Zerbrochen ist inzwischen leider auch die Band Woodruff and the Snibble of Azimuth, was manch einer angesichts ihrer auf dem Sampler verewigten schmissigen Stücke "Beat Me" und "Rock'n'Roll Treppe" bedauern mag. Aber so ist das nun mal im Pop: Manchmal geht's hoch, manchmal geht's runter. Aber immer nach vorn. Und wer von all der bunten Vielfalt nicht genug kriegen kann, der drückt einfach auf "Repeat" oder kommt heute zur Record-Release-Party ins Tanzcafé Ilses Erika, wo es mit The Plectrons und Marie & the Testicules zwei weitere aufstrebende Bands aus dem Leipziger Indie-Kosmos zu erleben gibt.
von Frank Schubert
Rote Raupe Rezension // Juli 2007
http://www.roteraupe.de/index.php?site=review_detail&id=6716
Reingehört
Die Leipziger Schule ist bisher nur durch seine Maler aufgefallen. Das könnte sich nun ändern, da es nicht nur Farben, Leinwände, Pinsel in dieser Stadt gibt, sondern auch Gitarren, Computer und Sänger. Daher ist es nur verständlich, dass mit "Who Put The L in Leipzig" ein Querschnitt dieser Szene, die zwar keine Revolution auslösen wird, aber durchaus ein paar spannende Momente bereithält, veröffentlicht wird.
Als erstes muss man da natürlich die famosen "Woodruff and the snibble of azimuth" nennen. Alternativrock der besseren Art und zumindest für deutsche Verhältnisse sehr eindrucksvoll. Das "Brockdorff Klang Labor" spielt sich zwischen Folkästhetik, Elektrotrash und Mann/Frau Duetten in die Herzen der Hörer. In ähnlichen, aber weit raueren Gefilden treiben sich "Acid.Milch&Honig" herum, die vielleicht die beste Band dieses Samplers ist. Diese These kann jedoch nur schwer 2 gehörten Liedern bewiesen werden. Sie wirken nur ein wenig befreiter als andere Bands. So spielen die "Downtown Psychedelics" einen ganz passablen bluesigen Punkrock, der nicht nur nahe am Schweinerock liegt, sondern sich auch hauptsächlich auf Zitaten beruft. Das zwar gewiss kein Muss um ein gute Band zu sein, doch wären ein paar eigenen Ideen schön gewesen. Im direkten Anschluss folgen "Mirz Brün", eine Band, die selbstverständlich die schlimmsten Momente des Schweinerocks in die Elektronik retten. Grausam, und das nicht nur wegen dem miesen Versuch ein ähnliches Solo zu spielen wie in Daft Punks Aerodynamic. Die zwei letzten Bands bisher noch nicht erwähnt wurden sind "Peter Piek and the Colors" und "Pepe Mula" und das aus guten Grund. Sie sind weder besonders gut noch besonders schlecht und daher uninteressant. Das ist wohl der Fluch des Mittelmasses.
Im Großen und Ganzen ist es so wie im ersten Absatz erwähnt. Ein netter Einblick, aber nicht viel mehr.
von tore